Pantaleon

Pantaleon ist Schutzheiliger der Ärzte und Hebammen

Wer war der Sankt Pantaleon?

Pantaleon starb wie Vitus in der Zeit der Christenverfolgung und Kaiser Dioclethian im Jahre 305 nach Christi. Er war Sohn eines heidnischen Vaters und einer christlichen Mutter. Schon als Kind erkannte er seine Heilkräfte und wurde deshalb in der Arzneikunst ausgebildet und von einem weisen Priester namens Hermolaus bekehrt und getauft. Als er im Beisein seines Vaters durch Anrufung Christi ein Wunder vollbrachte und einen Blinden sehend machte, bekehrte sich auch der Vater.
Kaiser Maximian wählte sich den Könner als Leibarzt. Als Pantaleon dessen Frau anvertraute, dass er Christ sei und versuchte, auch sie zu bekehren, wurde das Gespräch belauscht, Pantaleon beim Kaiser denunziert. Dieser soll daraufhin abgedankt und sich freiwillig in die Verbannung begeben haben.

Der Nachfloger ließ Pantaleon verhaften und anklagen, aber seine Standhaftigkeit konnte auch durch Geißelung, Hunger und andere Foltermethoden nicht erschüttert werden. Schlußendlich spaltete ein Schwertschlag,  welcher ihn enthaupten sollte, dem an einen Ölbaum gebundenen Pantaleon den Kopf und wieder begab sich ein Wunder denn aus seiner Wunde sei danach kein Blut, sondern Milch geflossen.

Nachvollziehbar, dass Pantaleon daraufhin heilig gesprochen wurde.
Die Verehrung Pantaleons begann schon im 4. Jahrhundert, die Ostkirche verehrte ihn als Großmärtyrer, er gehört dort zu den heiligen Ärzten. Schon 550 ließ Kaiser Justinian zu Ehren von Pantaleon in Konstantinopel eine Kirche bauen. Um 800 kam sein Kopf der Überlieferung nach nach Lyon, seit 972 werden Reliquien in Köln in der von Bischof Bruno erbauten Kirche St. Pantaleon verehrt, weitere sind in Lyon, Genua, Arles, Ravenna, Venedig, Andechs, Salem, Zwiefalten und anderswo. Pantaleon-Ampullen, die von der aus ihm geflossenen Milch enthalten sollen, gibt es u. a. in Bari, Neapel, Venedig und Madrid. Seit dem Mittelalter ist er in die Reihe der 14 Nothelfer aufgenommen und, aufgrund seiner Vita nachvollziehbar, insbesondere Schutzpatron der medizinischen Berufe.

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